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Endlich wieder Berlin-Liga!

Es geht wieder los – und wie! Die U20 des FC Viktoria 1889 empfängt Berolina Mitte


Der Countdown ist vorbei, die Vorfreude riesig: Am Sonntag um 10 Uhr startet die neue Saison der Berlin-Liga Frauen. Und gleich zum Auftakt gibt es ein Spiel, das es in sich hat: Die U20 von Viktoria 1889 Berlin empfängt an der Lippstädter Straße die Mannschaft von Berolina Mitte. Das rasenperlen-Spiel der Woche eröffnet eine Spielzeit, die schon im ersten Duell Spannung pur verspricht.

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Die Viki-Girls (r.) sollen „Bock auf Ballbesitz“ haben, fordert Coach Darien Hoffmann. Foto: @blue_eye2001

Alle Beteiligten fiebern diesem Kick entgegen. Spielerinnen, Trainer, Fans. Denn nach einer langen, intensiven Vorbereitung geht es endlich wieder um Punkte, endlich wieder um Leidenschaft, endlich wieder um die Geschichten, die nur die Berlin-Liga schreibt. Diese Partie ist aus rasenperlen-Sicht der absolute Knaller zum Auftakt. Mit Spannung darf erwartet werden, was am Sonntagvormittag auf dem Rasen passiert.

5:1 gegen Pankow im Test: Die Liga ist gewarnt vor den jungen Wilden aus Lichterfelde

Im Mittelpunkt steht die neu formierte Viktoria-U20 unter Trainer Darien Hoffmann. Seit Sommer gibt er den Ton an und hat die Devise ausgegeben: „Jeder gute Angriff muss mit einem Abschluss enden.“ Statt langer Bälle soll die Nachwuchstruppe künftig als echte Ballbesitz-Elf auftreten – variabel, mit viel Pressing, aggressiv im Anlaufen und mit Positionswechseln, die den Gegner zu Fehlern zwingen. Wie das aussehen kann, zeigte der überzeugende 5:1-Testspielsieg gegen Vizemeister Borussia Pankow. „Da war schon sehr viel Brauchbares dabei“, so Hoffmann zufrieden.

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Wollen rauf und haben das Zeug dazu: Trainer Frank Krug (2.v.r.) und das Team von Berolina Mitte. Foto: Lillika Strzoska

Die Strukturen bei Viktoria sind mittlerweile ohnehin professionell: Vier Trainingseinheiten pro Woche, zwei Co-Trainerinnen an der Seite, dazu einmal wöchentlich der Torwarttrainer der Bundesliga-Frauen – das Gesamtpaket zeigt, wie ernst der Verein es mit der Förderung seiner Talente meint. „Wir sind sehr gut aufgestellt, und die Mädels ziehen mit. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahr eine Rolle spielen“, sagt Hoffmann. Natürlich gebe es noch Basics zu verbessern – Stichwort Ketten verschieben, defensive Absicherung –, doch das sind für ihn Kleinigkeiten. „Die Entwicklung stimmt.“

Bero-Coach Frank Krug mit der Vorbereitung sehr zufrieden

Doch gleich im ersten Spiel steht ein echter Gradmesser gegenüber: Berolina Mitte. Trainer Frank Krug blickt auf eine rundum gelungene Vorbereitung zurück. Einziger Wermutstropfen: die Sanierung des Platzes an der Kleinen Hamburger Straße. Trainings und Heimspiele müssen derzeit ausweichen, und Krug weiß, wie sehr der „Bero“ normalerweise ein Vorteil ist.

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Foto: @blue_eye2001

Personell sieht es gut aus: Nur zwei finnische Neuzugänge fehlen, die erst ab Ende September regelmäßig dabei sein können. Sie sollen das Team verstärken, sobald sie einsteigen. Doch schon jetzt ist Krug zufrieden mit dem Kader. „Beide Mannschaften verfolgen einen ähnlichen Ansatz, das ist ein ordentliches Brett, das wir da zu bohren haben.“ Und er weiß: „Die Viktoria U20 ist in diesem Jahr stärker als im vergangenen.“ Nicht zuletzt durch den spektakulären Neuzugang Denise Eder, die vom VfL Wolfsburg II kam und schon bei den Bundesliga-Frauen mittrainiert, aber wohl in der U20 eingesetzt wird.

Das letzte Aufeinandertreffen? Klare Angelegenheit für Bero

Gleichzeitig weiß Krug, wie man die Viktoria knacken kann. In der Rückrunde der vergangenen Saison gewann Bero Mitte mit 6:0. Ein Ergebnis, das bei Vicky-Coach Hoffmann noch im Gedächtnis ist – und das er unbedingt auslöschen möchte. „Dieses Kapitel soll am Sonntag geschlossen werden“, sagt er.

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Foto: Lillika Strzoska

Schwer wird es für Bero so oder so: „Die ersten vier Spiele sind gleich alles Top-Partien, die ganzen dicken Brocken nacheinander weg“, sagt Krug. „Für den Start hätte ich mir vielleicht zwei leichtere Gegner gewünscht. Es ist, wie es ist – wir nehmen die Herausforderung an.“

Alles angerichtet also für einen echten Knaller zum Saisonauftakt. Viktoria will zeigen, dass ihre Talente mehr sind als eine Nachwuchstruppe, Bero Mitte will beweisen, dass sie ihre Ambitionen nach oben untermauern kann.