Polytan-Pokal: Neue Kleiderformel am Hansa-Spielfeldrand hat einen ernsten Hintergrund
Wie José Mourinho und Carla Ancelotti (Sorry Carlo, alter Freund! Die Red.) coachten Hansas Trainer:innen Philipp Pawelzik und Chana Freiin von Medem am Mittwochabend die Partie des Berlin-Ligisten in der ersten Hauptrunde des Polytan-Pokals: In feinstem Zwirn. Als Spaß an der Freude wäre es ja schon witzig gewesen, anlässlich des Pokals und in Anlehnung an das Outfit berühmter Vorturner der Königsklasse, Jogger und Hoodie mal gegen Anzug und Krawatte zu tauschen.

Die Garderobe der beiden sollte allerdings vielmehr sein: Ein Zeichen für den DFB, das Teilnahme-Regelwerk für die Champions League zu reformieren. Für Pawelzik ist so etwas wie der Berliner Pokal nämlich nur lästiges Vorgeplänkel auf dem Weg ins Berliner Olympiastadion. Und selbst das DFB-Pokalfinale würde Hansa nur als Zwischenstation begreifen, der Erfolgshunger scheint unermesslich. „Wir hoffen, dass der DFB bis zur nächsten Saison die Regel dahin gehend ändert, dass auch die DFB-Pokal-Finalistinnen sich direkt für die Champions League qualifizieren“, so der FSV-Coach. „Dann ist es der kürzeste Weg ins internationale Geschäft für uns.“
Die Anzüge seien also für den Verband als Aufforderung zu verstehen und für das Team als Wink dafür, wo die Reise hingehen soll. Warum nicht? Dass die FSV Hansa 07 Pokal kann, hat sie am Mittwoch bewiesen: der erste harte Brocken wurde quasi en passant aus dem Wettbewerb gekegelt.
Fotos: FSV Hansa 07

