Hertha II wird erstmals richtig gefordert – und gewinnt

Concordia verpasst Remis gegen den Klassenprimus nur knapp +++ Pinguine ringen Empor nieder +++ Schepke dreht mit Hattrick das Spiel für Sparta

DFC Kreuzberg – RW Viktoria Mitte II 7:1 (5:0)

Die Kreuzbergerinnen legten eine starke erste Hälfte hin und zeigten Viktoria klar die Grenzen auf. Spielentscheidende Akteurin war dabei Signe Louise Moe, die in der 5. Minute den Torreigen eröffnete, binnen einer halben Stunde noch drei weitere Treffer beisteuerte und so bereits früh auf 4:0 stellte. Castel-Wohnlich traf kurz vor der Pause sogar noch zum 5:0, das Spiel war entschieden. Viktoria war um Ergebniskosmetik bemüht und gab sich nicht auf. Der DFC agierte nun nicht mehr so druckvoll, gab die Kontrolle aber nie ab. Castel-Wohnlich traf noch zwei weitere Male, ehe Viktoria zumindest noch der Ehrentreffer gelang. DaKü


SC Charlottenburg – BW Berolina Mitte II 1:1 (0:1)

In einem umkämpften und über weite Strecken ausgeglichenen Spiel schockten die Gäste den SCC früh, als Nyamusa eine Tiefschlafphase der SCC-Defensive ausnutzte und den Ball vom linken Strafraumeck über die zu spät aus dem Tor eilende Grahlmann zum frühen 0:1 ins Netz lupfte (2.). Danach ging es auf und ab, ohne das es große Chancen gab – das meiste spielte sich zwischen den Strafräumen ab. Nach dem Seitenwechsel investierte der SCC etwas mehr und hatte ein leichtes Übergewicht. Und dieses sollte sich dann auszahlen: In der größten Druckphase der Charlottenburgerinnen fällt der verdiente Ausgleich, als Frank aus gut zehn Metern flach abzieht und zum 1:1 trifft (74.).

Eine kuriose Szene gab es dann kurz vor Schluss: Nach einer Unstimmigkeit in der SCC-Abwehr erzielte Bero das vermeintliche 1:2. Nach dem Treffer monierte SCC-Verteidigerin Delfs einen Einsatz mit offener Sohle beim SR. Daraufhin entschied dieser auf kein Tor und Freistoß für den SCC. Weniger die Entscheidung selbst als die Tatsache, dass es fast zwei Minuten dauerte, bis der SR eine Entscheidung traf und dabei nur den SCC-Protest in Betracht zog, erhitzte kurzzeitig verständlicherweise die Gemüter bei den Gästen. So blieb es am Ende beim dennoch beim leistungsgerechten 1:1-Unentschieden. DaKü


Concordia Wittenau – Hertha BSC II 0:1 (0:1)

Das Gipfeltreffen der beiden ungeschlagenen Topteams mit den beiden besten Defensivreihen der Liga (jeweils nur drei Gegentore) stand an und hielt, was es versprach. Beide Teams investierten viel und beide Defensivreihen standen einmal mehr souverän, so dass es nicht viele Chancen zu bewundern gab. Eine der wenigen in einer ausgeglichenen ersten Halbzeit nutzte Lucy Bacher zur 1:0-Führung für die Gäste (22.). Auch danach wogte das Geschehen hin und her: Hertha wirkte technisch etwas reifer, Wittenau hielt kämpferisch gut dagegen.

Die wenigen Chancen waren stets Beute der beiden guten Torfrauen. Kurz vor dem Ende erhielt Concordia nach einem Freistoß dann die große Chance zum Ausgleich, als Schiedsrichter Abik auf den Elfmeterpunkt zeigte, doch Concordia wollte es zu genau machen und der Strafstoß ging Zentimeter am Pfosten vorbei. So blieb es am Ende beim nicht unverdienten, durch den späten Elfmeter aber auch etwas glücklichen Sieg für Hertha BSC II, das damit nun alleiniger Tabellenführer ist. DaKü


SV Buchholz – Sparta Lichtenberg 2:3 (1:1)

Sparta war nach dem unglücklichen 2:3 gegen den SCC in der Vorwoche auf Wiedergutmachung aus, musste aber erst einmal einem Rückstand hinterherlaufen, als Keßner früh zum 1:0 für den SV Buchholz traf (10.). Doch danach kam Lichtenberg immer besser ins Spiel, war feldüberlegen und hatte die besseren Chancen, auch wenn ein Torerfolg zunächst ausblieb. Für den sorgte dann einmal mehr Louisa Schepke, die mit ihren Saisontoren neun, zehn und elf die Partie drehte und in eine 3:1-Führung zugunsten von Sparta verwandelte. Im direkten Gegenzug brachte Lunnebach den SVB noch einmal auf 2:3 heran (71.), für mehr sollte es aber dann nicht mehr reichen. Sparta bleibt damit auf Rang vier, hat aber bereits sechs Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsplatz. Buchholz bleibt bei sechs Punkten tief im Tabellenkeller stecken. DaKü


Polar Pinguin – SV Empor 3:2 (2:1)

Für die Pinguine und Empor ging es primär darum, sich Luft im Absteigskampf zu verschaffen und etwas in Richtung Mitelfeld abzusetzen. Dies gelang nach hartem Kampf Polar Pinguin durch einen knappen 3:2-Erfolg über Aufsteiger Empor. Die Pinguine erwischten dabei den deutlich besseren Start: Gleich die erste Torchance vollendete Charlotte Hermel zur 1:0-Führung (2.), nur wenige Minuten später erhöhte Ricarda Klotz auf 2:0 für Polar Pinguin (13.).

Mit dem Pausenpfiff war es dann Alina Janowitz, die Empor mit ihrem 13. Saisontreffer wieder heranbrachte (45.). Und die Gäste waren vollends zurück im Spiel, als Sanner zum vielumjubelten 2:2-Ausgleich traf (66.). Nun ging es hin und her und beide hätten die Partie gewinnen können. Anita Adler war es schließlich vorbehalten, den Sieg festzuzurren mit ihrem entscheidenden 3:2 (81.) für Polar Pinguin. Die Pinguine ziehen damit in der Tabelle an Empor vorbei und stehen nun bei 12 Punkten (Empor 10 Punkte). DaKü


SFC Stern 1900 II – BW Hohen Neuendorf II 2:0 (n.a.)

Hohen Neuendorf bekam kein Team zusammen und musste die Partie absagen und die Punkte kampflos Stern 1900 überlassen. DaKü


Neuansetzung:

Die Partie  zwischen Viktoria Mitte II und dem SV Buchholz, die am vergangenen Sonntag beim Stande von 3:3 abgebrochen wurde, ist für den 17.12. neu angesetzt worden. Grund für den Abbruch war der gefrorene Boden, der zwei Verletzungen zur Folge hatte. DaKü