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Hansa und Askania vor dem nächstem Schritt

Mit einem Sieg gegen Aufsteiger Askania Coepenick kann die FSV im Spiel der Woche auf rasenperlen.de bereits vor der Winterpause ihr Saisonziel erreichen – aber auch die Gäste reisen mit klarer Absicht nach Kreuzberg

Der FSV Hansa 07 steht vor einem möglichen Etappenerfolg. Mit einem Sieg am Samstag könnte die Mannschaft bereits vor Abschluss der Vorrunde mehr Punkte sammeln als in der gesamten vergangenen Saison. Das unterstreicht die positive Entwicklung, die Trainer Philipp Pawelzik in den vergangenen Monaten in Gang gesetzt hat.

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Großes Plus für Hansa: mannschaftliche Geschlossenheit und Heimstärke.

Pawelzik zeigt sich mit dem bisherigen Saisonverlauf sehr zufrieden. Die Mannschaft ist weitgehend zusammengeblieben, langfristige Ausfälle – etwa von Annika Witzigmann – wurden aufgefangen. 14 Punkte stehen zu Buche, ein weiterer Erfolg würde das interne Saisonziel erfüllen. Gleichzeitig sieht der Hansa-Coach Verbesserungspotenzial. Aus zwei bis drei Spielen hätte man mehr mitnehmen müssen, und die Chancenverwertung bereitet ihm weiterhin Kopfzerbrechen. Das 3:1 zuletzt in Lichtenberg dient ihm als Beispiel: „Das war nicht mehr normal, was wir da verballert haben.“ Dennoch blickt er optimistisch auf die Partie. Respekt habe er grundsätzlich vor jedem Gegner, die Punkte sollen aber in der Wrangelritze bleiben.

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Askania holte gegen den FFC einen wichtigen Dreier nun soll nachgelegt werden.

Beim Gegner ist die Ausgangslage anders gelagert. Der SV Askania Coepenick benötigt als Aufsteiger jeden Punkt, um sich in der Berlin-Liga zu etablieren. Trainer Gregor Seemann verweist auf eine Phase im jüngsten Spiel gegen Berolina Mitte, in der sein Team 20 bis 25 Minuten mithalten konnte. Genau daran gelte es anzuknüpfen. Die Mannschaft müsse sich bewusst machen, dass sie zu solchen Leistungen in der Lage sei. Seemann hat ebenfalls den kompletten Kader zur Verfügung und formuliert das Ziel klar: Zählbares aus Kreuzberg mitzunehmen. Dafür müsse jedoch „alles freigeschaltet werden, was wir haben“.

Die Partie bringt somit unterschiedliche Perspektiven zusammen: Hansa könnte sich nach einem neuen Saisonziel umsehen, das Team aus Köpenick sucht den nächsten Schritt in Richtung Ligatauglichkeit. Anpfiff ist am Sonntag um 14.20 Uhr in der Wrangelstraße.


Fotos: Matthias Vogel