Verfolger SFC Stern 1900 empfängt Branchenführer Berolina Mitte – ein richtungsweisendes Duell im Titelrennen der Berlin-Liga.
Mehr Spitzenspiel geht derzeit kaum: Am Sonntag um 11.15 Uhr empfängt SFC Stern 1900 den Klassenprimus Berolina Mitte auf dem Sterner. Die Gäste liegen lediglich einen Punkt vor Steglitzerinnen, entsprechend groß ist die Bedeutung des direkten Duells. Eine Entscheidung über die Meisterschaft fällt zwar noch nicht, doch der Sieger verschafft sich im engen Titelrennen zunächst die bessere Ausgangslage. Oder gibt es lachende Dritte bei einem Unentschieden?


Stern setzt auf eine beeindruckende Heimserie. „Wir wollen dieses Spiel schon ziehen“, sagt Trainer Roman Rießler. „Wir sind seit März letzten Jahres auf unserem Platz ungeschlagen und wollen diese Serie erhalten.“ Auch die Bedingungen auf dem Sterner könnten dabei helfen. „Wir glauben, dass er uns zugutekommt.“
Hinter dem Einsatz von Xenia Zeinert steht ein Fragezeichen
Zugleich erinnert Rießler an das Hinspiel, das Stern verloren hat. „Wir hoffen natürlich, dass wir aus der Hinspielniederlage die richtigen Lehren gezogen haben.“ Entscheidend werde sein, das Spitzenspiel mit der nötigen Energie zu führen: „Wenn wir diese Mannschaft schlagen wollen, müssen wir die Partie mit hoher Intensität bestreiten.“ Personell geht Stern nicht komplett sorgenfrei in die Begegnung. Hinter dem Einsatz von Zeinert steht noch ein Fragezeichen, nachdem sie unter der Woche nur eingeschränkt trainieren konnte.

Auch bei Berolina ist die Bedeutung der Partie klar. Trainer Frank Krug erwartet ein Duell auf Augenhöhe. „Ein starker Gegner, direkter Konkurrent um den Aufstieg, der auch ähnlich spielt wie wir“, sagt er. Das Hinspiel gewann Berolina zwar 2:0, doch Krug misst diesem Ergebnis nur begrenzte Aussagekraft bei: „Das war natürlich sehr schön, heißt aber jetzt gar nichts für das Rückspiel. Stern wird sehr motiviert sein.“
Für die Bero-Spielerinnen war Regeneration Trumpf
Das bisherige Wochenende stand bei den Gästen vor allem im Zeichen der Regeneration nach dem intensiven Spiel gegen Hohen Neuendorf. „Wir wollten die Spielerinnen fit kriegen und die schweren Beine regenerieren“, erklärte Krug am Freitag. Den engen Spielplan bewertet er dennoch positiv: „Im Rhythmus zu bleiben, ist eigentlich gut. Ob das auch für zwei so schwere Gegner nacheinander gilt, wird man sehen.“ Berolina reist entsprechend selbstbewusst nach Steglitz. „Wir gehen bester Dinge in dieses Spiel und haben auch voll Bock drauf“, sagt Krug.


„Ich freue mich mega auf das Spiel, ich hab‘ da richtig Bock drauf. Solche Spiele sind ja am Ende die, die am meisten Spaß machen. Klar, Bero ist ein wirklich guter Gegner, aber ich glaube schon, dass wir sie schlagen könne, wenn wir die richtige Intensität und den Kampf aufs Spielfekd zu kriegen“, lautet dann auch die Einschätzung von Sterns Kapitänin Maggi Lorenz vor dem Schlager gegen den Rivalen.
Alles ist damit angerichtet für ein Spitzenspiel, das die Statik des Titelrennens in der Berlin-Liga verändern kann.
Fotos: Matthias Vogel

