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Nächster Dreier für Hohen Neuendorf

Liedtke-Elf gelingt Sieg gegen Turbine II +++ Türkiyemspor belohnt sich nicht

SV Blau Weiss Hohen Neuendorf – Turbine Potsdam II 3:1 (2:0): Wichtiger Sieg, aber „offensiv noch Luft nach oben

Auch im dritten Spiel des Restprogramms hat Hohen Neuendorf seine Ambitionen auf den Klassenerhalt mit dem dicken Edding unterstrichen. Durch Tore von Alexandra Almasalme (16.), Chantal Pistorius (28.) und Jaqueline Pantelmann schaufelte das Team aus der Niederheide nach dem Triumpf gegen Rostock drei weitere wichtige Punkte auf sein Konto. Laut Trainer Christian Liedtke war dabei nicht alles Gold, was glänzt. Sein Fazit nach Abpfiff: „Defensiv haben wir sehr gut gearbeitet, in der Offensive ist noch Luft nach oben.“

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Zweikampfstark, viele Offensiv-Läufe, Torvorlage: Luna Windsberger lieferte ab.

Hohen Neuendorf fand zuhause gut ins Spiel und nach einer Viertelstunde durfte zum ersten Mal gejubelt werden, als Almasalme an der Strafraumgrenze den Ball erhielt, eine Gegenspielerin ins Kino schickte und zur Führung einschob. „Dem 2:0 ging dann eine super Kombination voraus“, freute sich Liedtke. Innenverteidigerin Lenina Burghardt hatte einen langen Ball auf den linken Flügel auf die starke Luna Windsberger geschlagen, die Chantal Pistorius im Zentrum bediente. Und die bestätigte ihre derzeit blendende Verfassung und vollstreckte in die lange Ecke.

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Chantal Pistorius (r.) trifft zum 2:0, Philia Henning probt die Polonaise.

So griffig Hohen Neuendorf in der ersten Hälfte agierte, so sehr plätscherte dann die zweite Schicht vor sich hin. Bis Almasalme zum zweiten Mal in der Box zum Tanz bat und nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Routinier Jaqueline Pantelmann verwandelte den Strafstoß sicher – die Messe war gelesen. In der Schlussphase erlaubte sich die Hintermannschaft dann noch einen „Lapsus“, wie es Liedtke beschrieb. Nach der Devise „Nimm ihn du, ich hab ihn sicher!“ behinderten sich zwei seiner Spielerinnen bei dem Versuch, den Ball vernünftig zu klären. Ergebnis: Sie fanden sich beide am Boden wieder, der Ball lag frei und Felicitas Uhlig nahm die Möglichkeit zur Ergebniskosmetik dankend an.

Hammerhartes Programm für HND

Daran störte sich an diesem Tag kein großer Geist in der Niederheide. Der Dreier war im Sack und nun wüssten „die Mädels, dass es funktioniert“, sagte Liedtke. Eine gute Voraussetzung vor den beiden hammerharten Begegnungen, die nun bevorstehen. Am kommenden Wochenende geht es zu Spitzenreite Hertha BSC, eine Woche drauf zum Tabellenfünften FC Carl Zeiss Jena II. Fotos: Christian Schneider


Türkiyemspor Berlin – 1. FFV Erfurt 0:2 (0:1): Dominant, aber bestraft

Nach dem lawinenartigen Abgang vieler Spielerinnen bleibt Türkiyemspor Berlin auch im zweiten Spiel nach der Winterpause sieglos. Das Team des Trainer-Duos Amadou Konde und Ümit Toraman musste am Sonntag vor heimischer Kulisse eine ärgerliche 0:2-Niederlage gegen den 1. FFC Erfurt hinnehmen – obwohl die Kreuzbergerinnen über weite Strecken das Spiel bestimmten.

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Türkiyemspor schiebt mit Josi Schwarz vergeblich an.

Die Gastgeberinnen verschliefen die Anfangsphase und gerieten früh in Rückstand. Tessa Berger profitierte von einem Fehler in der Berliner Innenverteidigung (4.). Danach übernahm Türkiyemspor jedoch zunehmend die Kontrolle, hatte mehr Ballbesitz und erspielte sich in beiden Halbzeiten mehrere Möglichkeiten auf den Ausgleich. Die klarsten Chancen vergab Anna Fechner noch vor der Pause, als sie zweimal nach Steckpässen aus dem Zentrum allein vor der Erfurter Torhüterin auftauchte, aber jeweils scheiterte.

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Kapitänin Lena-Marie Wolter Cosme (am Ball).

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild ähnlich: Türkiyemspor drückte, fand jedoch nicht die nötige Effizienz im Abschluss. Ganz anders die Gäste, die nach gut einer Stunde auch die zweite Unaufmerksamkeit in der letzten Reihe der Gastgeberinnen eiskalt ausnutzten und durch Lea Schrenk auf 0:2 stellten (63.). Zwischen der 70. und 75. Minute hätte Türkiyemspor dem Ergebnis noch einen anderen Anstrich verpassen können, doch Meliah Hartmann und Angelina Lübcke ließen zwei große Gelegenheiten liegen. Und so entführte Erfurt alle drei Zähler vom Kunstrasenplatz an der Blücherstraße.

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Lutricia Michalke und Co. hauen alles rein – und stehen am Ende mit leeren Händen da.

Trainer Amadou Konde sah dennoch viele gute Ansätze: Sein Team sei über 90 Minuten dominant gewesen, habe mehr Ballbesitz und Chancen gehabt. Entscheidend seien am Ende jedoch „zwei doofe Fehler“ gewesen, bei denen seine Mannschaft nicht wach genug gewesen sei. Zudem habe man gemerkt, dass die 120 Pokalminuten noch in den Beinen steckten. Viel Zeit zum Hadern bleibt ihm und seinen Schützlingen nicht: In der kommenden Woche will Türkiyemspor beim Tabellenvierten RB Leipzig II zumindest einen Punkt mitnehmen. Fotos: Loredana Zafisambondaoky