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Abstiegsdruck im Doppelpack

Moabiter FSV gegen SV Askania Coepenick, das Spiel der Woche – aus gutem Grund.

Der Moabiter FSV (11., 10 Punkte) empfängt Askania Coepenick (12., 6 Punkte). Vier Zähler trennen die direkten Tabellennachbarn. Und womöglich entscheidet genau diese Zone über den Klassenerhalt. Sollte es statt zwei drei Absteiger geben, wäre Rang zwölf betroffen. Für Askania heißt das: Mit einem Sieg rückt man Moabit auf die Pelle. Für die Gastgeber geht es um Abstand – und um Luft im Tabellenkeller. Trainer Martin Meyer spricht vom „Sechs-Punkte-Spiel-Vibe“ der ersten Rückrundenpartien. Man wolle jetzt „die nötigen Punkte bunkern“, um am Ende nicht „auf Biegen und Brechen irgendwo einem Remis hinterherlaufen zu müssen“.

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Heben Bock auf den Sechs-Punkte-Spiele-Vibe: Die Frauen des Moabiter FSV.

Personell ist die Lage angespannt. Offensiv fehlen mit Emily Jäger und Fine Herzog zwei Fixpunkte, weitere Ankerinnen ebenfalls. „Das Zentrum ist schlagkräftig besetzt“, sagt Meyer. 13, 14 Spielerinnen werde er im Kader haben. Seine Mannschaft habe „Bock auf diese Situation“ – und fordere vom Trainerteam eine klare Marschroute für den Rest der Saison. Meyer: „Mal sehen, ob wir das im Abschlusstraining noch entsprechend transportieren und die Mannschaft heiß machen können.“

Personalsorgen auch in Köpenick

Auch auf Köpenicker Seite herrscht Ungewissheit. Trainer Gregor Seemann sagte gegen Ende der Woche, er wisse „noch gar nicht, wer uns am Sonntag alles zur Verfügung steht“. Entsprechend könne er auch noch „keine Philosophie benennen, wie dieses wichtige Spiel erfolgreich bestritten werden kann“.

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Standard Felizitas Schlechta (hinten), Tor Lioba Virchow – diese Kombination brachte Moabit im Hinspiel den Last-Minute-Sieg.

Das Hinspiel wirkt nach. Moabit gewann in Köpenick per Last-Minute-Standard: Felizitas Schlechta brachte den Ball, Lioba Virchow vollendete. „Köpenick hat uns die Hölle heiß gemacht, das war ein absolut glücklicher Sieg“, räumt Meyer ein. Askanias Spielmacherin Fanny Ossowski sagte bereits damals, dieses Spiel „wurmt“ sie – aufs Rückspiel freue sie sich „besonders“.

Anpfiff ist Sonntag, 12.30 Uhr. Meyer erwartet, dass „jeder Zentimeter hart umkämpft“ sein wird – und hofft auf eine frühe Führung. Seine Mannschaft sei inzwischen vertrauter damit, einen Vorsprung zu verteidigen, als einem Rückstand hinterherzulaufen.


Fotos: Moabiter FSV