Im eher blassen Rasenperlen-Spiel der Woche teilen sich der FSV Hansa 07 und der Friedrichshagener SV die Punkte. Gerecht, sagen die Coaches.
„Gerecht ist das Unentschieden auf jeden Fall“, sagte Hansa-Trainer Philipp Pawelzik nach dem Spiel. „Wir sind zufrieden mit der Punktbeteiligung. Es war kein schlechtes Spiel – klar, keine Tore, aber insgesamt wirklich okay.“

Hansa kam zunächst besser in die Partie und erspielte sich früh Möglichkeiten. Eine Doppelchance von Clara Nathan und Lea Schönborn hätte die Führung bringen können. Zudem hatte der Gastgeber im ersten Durchgang einen Pfostentreffer, nach dem Abpraller kam Anna Schulz noch einmal zum Abschluss, doch eine Verteidigerin klärte auf der Linie.

Der Friedrichshagener SV arbeitete sich jedoch zunehmend ins Spiel. Die größte Chance der ersten Hälfte hatte Kapitänin Sarah Weihmann (Nr. 20), die plötzlich frei vor der Hansa-Torhüterin auftauchte, den Ball aber zu zentral abschloss. Nach dem Seitenwechsel erwischte Friedrichshagen die bessere Phase. „Da ging es für uns erst einmal darum, keinen zu kriegen“, sagte Pawelzik. Mehrere Ecken sorgten für Unruhe im Hansa-Strafraum, klare Abschlüsse blieben jedoch zunächst aus. Die beste Gelegenheit entstand nach einem langen Ball, als die eingewechselte Stürmerin Lilli Zellmer frei durch war, Hansas Torhüterin jedoch rechtzeitig herauskam und klärte.



Mit zunehmender Spielzeit fand Hansa wieder besser ins Spiel. Insgesamt blieb die Partie offen, ohne dass eine Mannschaft entscheidend die Oberhand gewann. „Man hat gemerkt: Wer jetzt ein Tor macht, gewinnt das Spiel“, meinte Pawelzik. Auch Dustin Lefevre, Co-Trainer des Friedrichshagener SV, sah eine Partie, die durch einen ersten Treffer hätte kippen können. „Wer das erste Tor macht, bei dem wäre vielleicht der Knoten geplatzt“, sagte er. Das Unentschieden entspreche zwar grundsätzlich dem Spielverlauf – „aber einen Millimeter mehr hätten wir es vielleicht verdient gehabt, das Spiel zu gewinnen.“
Am Ende blieb es beim torlosen Remis – ein Ergebnis, mit dem beide Teams leben konnten.
Fotos: Laura Timme

