Kreuzberg bleibt ärgster Verfolger des Top-Duos +++ Sterns Reserve unterliegt eiskalten Spartanerinnen
SV Empor Berlin – FC Inter II 2:1 (0:1): Empor mit zwei Gesichtern – und dem besseren Ende für sich
Der SV Empor Berlin hat sein Landesliga-Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des FC Inter nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 2:1 gewonnen. Nach einem verdienten Rückstand zur Pause drehte Empor die Partie spät, aber folgerichtig.
Empor agierte nach Angaben von Trainer Julian Fiebig in der ersten Halbzeit schwerfällig und lethargisch und fand kaum Zugriff auf das Spiel. Inter II war in allen Belangen überlegen, traf einmal die Latte und ging in der 31. Minute verdient in Führung. Nach einer Ecke behinderten sich zwei Empor-Spielerinnen gegenseitig, der Ball sprang Wiebke Niemann unglücklich an den Oberschenkel und von dort ins eigene Tor.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Empor deutlich verbessert. Fiebig reagierte in der Pause mit mehreren Wechseln und einer taktischen Umstellung. Die Wirkung war sofort sichtbar: Bereits in der 46. Minute glich Sophie Sanner nach einem Angriff durch das Zentrum und einem Querpass von links aus. Empor übernahm nun die Spielkontrolle, ließ defensiv kaum noch etwas zu und belohnte sich spät. In der 85. Minute traf Sanner erneut nach einer Hereingabe und jagte den Ball unhaltbar unter die Latte zum Sieg.
„Am Ende gewinnen wir total verdient 2:1“, sagte Empor-Trainer Julian Fiebig. Mit dem Erfolg schließt Empor die Hinrunde im gesicherten Mittelfeld ab. Angesichts des ersten Jahres seiner Mannschaft in der Landesliga zeigte sich Fiebig mit dem bisherigen Abschneiden sehr zufrieden.
DFC Kreuzberg – SC Charlottenburg 4:2 (2:0): Kreuzberg vermiest dem SCC den Advent
Der DFC Kreuzberg nimmt seine Verfolgerrolle weiterhin ernst. Das bekam der SC Charlottenburg nach holprigen fünf Startminuten der Gastgeberinnen zu spüren. Anja Sörgel (10.) und Sotiria Boulekou (17.) schossen eine 2:0-Führung für den DFC heraus. Den Toren waren jeweils „tolle Kombinationen“ vorausgegangen, ließen die Kreuzbergerinnen nach dem Spiel verlauten.
Nach der Pause kam der SC Charlottenburg auf und brachte den DFC kurz ins Wanken. Allerdings schraubte Sörgel mit ihrem zweiten Treffer zum 3:0 den Bemühungen der Gäste gleich wieder einen Dämpfer auf (52.). Weil dann Torhüterin Chelsea Wright noch einen Charlottenburger Elfmeter hielt und dem SCC nach zwischenzeitlichem Anschlusstreffer (60.) auch noch ein Eigentor zum 4:1 unterlief (79.), war die Messe gelesen. Das 4:2 durch Vera Kahlert (90.) verkam zur Ergebniskosmetik.
Kreuzberg festigte mit Willen und starkem Zweikampfverhalten den dritten Platz in der Landesliga, Charlottenburg guckt sich die Tabelle von unten, nämlich vom viertletzten Platz aus an. Kleiner Trost: Von dort bis zu Rang 5 sind es gerade einmal zwei Punkte.
SFC Stern 1900 II – Sparta Lichtenberg 1:3 (0:1): Sparta eiskalt
Der SFC Stern 1900 II hat sein letztes Heimspiel der Hinrunde auf dem Sterner gegen Sparta Lichtenberg mit 1:3 verloren. In einer über weite Strecken ausgeglichenen, phasenweise ereignisarmen Partie setzten die Gäste die entscheidenden Akzente.
Stern-Trainer Patrick Neumann, der die Begegnung mangels angesetztem Schiedsrichter selbst leitete, sprach von einer ruhigen ersten Halbzeit mit dem besseren Ende für Sparta. „Wir haben zwei Chancen, Sparta hat drei – die machen eins und wir eben nicht.“ Den einzigen Treffer vor der Pause erzielte Louisa Schepke in der 33. Minute, nachdem eine Sterner Innenverteidigerin zu früh herausrückte, der Steckpass kam und Schepke frei durch war.
Nach dem Seitenwechsel kam Stern deutlich aktiver aus der Kabine. In den ersten zehn Minuten erspielten sich die Gastgeberinnen vier bis fünf gute Möglichkeiten. Exemplarisch nannte Neumann eine Ecke von Vera Dewjatkina, die zunächst per Kopf und anschließend aus kurzer Distanz mit der Sohle hätte verwertet werden können. Stattdessen schlug Sparta zu: Denise Dworkowski tauchte nach einem Angriff im Eins-gegen-eins vor dem Stern-Tor auf und erhöhte in der 60. Minute auf 2:0.
Noch einmal keimte Hoffnung auf, als Neumann in der 78. Minute nach einem Foul im Strafraum auf Elfmeter für Stern entschied. Dewjatkina verwandelte sicher links oben zum 1:2. Der Ausgleich blieb jedoch aus. In der 82. Minute stellte Sparta den alten Abstand wieder her, Louisa Schepke setzte in der 86. Minute mit ihrem zweiten Treffer den Schlusspunkt. „Das darf aus dieser Position nicht passieren, sie trifft aus spitzem Winkel ins kurze Eck“, kommentierte Neumann den entscheidenden Gegentreffer. Neumann bemängelte nach der Partie vor allem zu wenige gewonnene Zweikämpfe im Zentrum sowie fehlende Konsequenz im letzten Drittel.
Im Endklassement der Vorsaison landete Stern noch auf dem zweiten Platz – punktgleich mit Meister Concordia Wittenau. „Klar, dass wir mit der Vorrunde nicht vollends zufrieden sind, aber ich bin positiv gestimmt. Wir hatten zur neuen Saison einen großen Umbruch und die Mannschaft braucht Zeit. Die wollen wir ihr geben. Ich denke, in der Rückrunde werden wir uns schon besser präsentieren“, sagte Neumann. Zudem hätte sein Team aus seiner Sicht zwei bis drei Partien mehr siegreich gestalten können, in denen schlichtweg das Spielglück gefehlt habe.
