Spiel der Woche: Tabellenführer Friedrichshagen steht bei Viktorias U23 vor der Nagelprobe.
Drei Spiele, drei Siege, 16:2 Tore: Der Friedrichshagener SV ist stark in die Saison gestartet. Am Sonntag dürfte sich erstmals deutlicher zeigen, wie dieser Auftakt einzuschätzen ist. Im Rasenperlen-Spiel der Woche wartet mit Viktoria Berlin U23 der bislang anspruchsvollste Gegner.

Friedrichshagen hat sich im Sommer ordentlich verstärkt und seine Ambitionen mit Platz eins zunächst untermauert. Trainer Roman Kassarnig will daraus allerdings nicht zu viel ableiten. „Wir sehen uns da eher als Außenseiter“, sagt er. Den Vorjahresdritten erwartet er als „sehr offensive, dynamische junge Mannschaft“.

Auch bei den Himmelblauen ist nach drei Spieltagen schwer zu sagen, wo sie tatsächlich stehen. Zum Auftakt gab es nach einer zunächst starken Vorstellung ein deutliches 1:5 gegen Meister Stern 1900. Danach trat Wittenauer SC Concordia nicht an. Das 8:1 gegen den FC Internationale am vergangenen Wochenende war ebenfalls nur bedingt aussagekräftig – der Gegner fand vor allem in der Offensive kaum statt.

Trainer Darien Hoffmann sieht seine Mannschaft inzwischen weiter. Nach dem Stern-Spiel habe Viktoria einiges angepasst, gegen Inter konnten die neuen Abläufe erstmals unter Wettkampfbedingungen ausprobiert werden. „Ich denke, es ist eine gute Standortbestimmung zu sehen, wo wir stehen“, bewertet Hoffmann die Partie am Sonntag gegen Friedrichshagen (Anpfiff 10 Uhr, Lippstädter Straße).

Respekt vor dem Tabellenführer ja, Ehrfurcht nein. Viktoria kenne die Stärken des FSV, habe aber auch Schwachstellen ausgemacht. „Die wollen wir eiskalt bestrafen.“ Der Anspruch sei klar: Die drei Punkte sollen zu Hause bleiben.

Friedrichshagen wiederum will sich auch auswärts nicht verstecken. Kassarnig setzt auf die eigene Dynamik und Schnelligkeit und möchte damit selbst Akzente setzen. „Wir werden unser Spiel versuchen zu machen.“ Gerade vor Viktorias Tempo sei seine Mannschaft aber gewarnt.

Personell sieht es beim Tabellenführer gut aus. Weiterhin fehlt zwar Lucy Wendling, die sich am ersten Spieltag eine Bandverletzung zugezogen hat. Ansonsten kann Kassarnig wie sein Gegenüber Hoffmann aber nahezu aus dem Vollen schöpfen.
Wie weit sind die beiden Teams? Das Spiel der Woche bringt Klarheit
Für beide ist es damit ein Spiel mit echtem Erkenntniswert. Friedrichshagen will zeigen, dass hinter dem Traumstart mehr steckt als ein günstiges Auftaktprogramm. Viktoria möchte beweisen, wie weit die junge und nach dem Abgang einiger wichtigen Spielerinnen neu formierten Mannschaft nach den ersten Wochen tatsächlich schon ist.
Klarheit bringt das Spiel der Woche.
Titelbild (Matthias Vogel): Schon wieder in Torlaune ist Vikis Top-Stürmerin Deborah Chmieleski.
