Regionalligist vermerkt Spielerin nicht in der Startelf und verliert das Achtelfinale gegen Pankow vor dem Sportgericht
Hertha BSC ist aus dem Berliner Polytan-Pokal der Frauen ausgeschieden – am Grünen Tisch. Die Mannschaft von Trainer Tobias Kurbjuweit hatte das Achtelfinale bei Borussia Pankow am 11. Dezember zwar mit 4:0 gewonnen, dabei jedoch in Amelie Blättner eine Spielerin eingesetzt, die zu Spielbeginn nicht auf dem Spielberichtsbogen stand – und damit nach §15 der Spielordnung nicht spielberechtigt war.
Der Fehler fiel auf, weil Blättner zwei Treffer erzielte, diese Tore im Nachgang der Partie jedoch nicht zugeordnet werden konnten. Borussia Pankow bemerkte den Fauxpas einen Tag später, legte am 15. Dezember Einspruch gegen die Spielwertung ein – sonst hätte es der Berliner Fußball-Verband gemacht – und bekam nun am 30. Dezember vom Sportgericht Recht. Die Begegnung wird mit 2:0 für die Borussia gewertet.
Für Hertha BSC, Tabellenführer der Regionalliga Nordost, ist das Aus extrem bitter. Der Klub vom Westend galt als Top-Favorit auf den Titel und damit auch als heißer Anwärter auf einen Startplatz in der ersten Runde des DFB-Pokals.
In Pankow ist man von Schadenfreude weit entfernt, nimmt das Weiterkommen jedoch gerne mit. Trainerin Josie Ruß blickt nun optimistisch auf den weiteren Wettbewerb und glaubt, auch wegen geplanter Verstärkungen im Winter, an realistische Chancen auf eine erneute Finalteilnahme. In der vergangenen Saison schaffte es Pankow ins Endspiel. Dort unterlag man zwar dem damaligen Regionalliga-Meister mit 1:10, qualifizierte sich aber dennoch für die erste Runde des DFB-Pokals. Und auch, wenn die gegen Hannover 96 dann deutlich mit 0:6 verloren ging, will man dieses Gefühl nochmal haben. „Das war eine wirklich krasse Erfahrung“, so Ruß. Das Viertelfinale ist schon mal gebucht.

