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Kaum Luft für Inter – Stern siegt souverän

Im Spiel der Woche erstickt der Tabellenführer die meisten Offensivbemühungen der Gäste im Keim und behält hoch verdient die drei Punkte auf dem Sterner

Roman Rießler musste gar nichts sagen, als der Kopfball von Alicia Block nach einer halben Stunde knapp am linken Pfosten des Sterner Kastens vorbeistrich. Sein Team hatte in dieser Phase die Zweikampfschärfe ausgesetzt, deshalb kam Inter zu mehr Spielanteilen und zu dieser Chance nach Maßflanke von Malena Glückert. Und als ob die Mannschaft das im Kollektiv selbst erkannt hätte, zog sie die Intensität in den Duellen wieder an und kam nur kurze Zeit später zum vorentscheidenden 2:0 (34.) – Sofie Roll hatte den Ball nach einer Ecke von der Strafraum- an die Torraumkante geschlagen und Lorenz dort ganz einfach den Fuß hingehalten.

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Lena Hegnal (l.) war wie immer unheimlich bemüht, hier sitzt ihr Sterns Luise Wille im Nacken.

Das 1:0 hatte die starke Jennifer Kandetzki bereits in der 5. Spielminute markiert. Celina Georgi hatte Maggi Lorenz in der Box zu Fall gebracht, den Foulelfmeter verwandelte Kandetzki kurios: Innenpfosten, Innenpfosten und rein. Der frühe Rückstand, die verpasste Kopfballchance und das prompt darauf folgende 2:0 waren für Inters Coach Oliver Thomaschewski die Schlüsselmomente. Denn: „Es entwickelte sich ja das erwartete Spiel. Stern mit viel Ballbesitz und wir kompakt in der Defensive. Und hätten wir lange die Null gehalten, wäre der Gegner vielleicht zunehmend nervös geworden. So natürlich nicht.“

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Es war aber nicht nur der Spielverlauf, der dem Tabellenführer in die Karten spielte. Stern wirkte wacher, war giftiger in den Zweikämpfen und setzte Inter über 90 Minuten mit seinem hohen Pressing arg zu. Außer der Chance durch Block konnten sich die Gäste daher in der Offensive nicht entfalten. Innenverteidigerin Cindy Hagen sah es so: „Stern hat das gut gemacht, wir hatten keine Ballkontrolle.“

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Alicia Block hatte die einzig nennenswerte Chance für Inter – die war allerdings hochkarätig.

Und Stern? Hätte noch in der ersten Hälfte durch einen herrlichen Distanzschuss von Luise Wille die Führung ausbauen können, hätte Inters Torhüterin Lamis Tiehen das Geschoss nicht ebenso herrlich über die Latte gelenkt. In der zweiten Hälfte probierte sich Lorenz mit einem Schuss von der Strafraumgrenze: drüber! Doppelchance Wille: Erst siegt Tiehen im Eins-gegen-eins, dann blockt eine Interspielerin den Nachschuss. Ein, zwei, drei gefährliche Angriffe über die schnellen Außen: Keine Abnehmer im Zentrum.

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Am Ende blieb es beim 2:0 des Klassenprimus‘. Roman Rießler war zufrieden mit dem Ergebnis, aber auch mit dem Weg dorthin. „Das hohe Anlaufen war gut, aber eben auch das Verhalten gegen den Ball, wenn wir mal überspielt waren. Ich habe die Mannschaft noch darauf hingewiesen, auf Inters Lena Hegnal zu achten, auch das hat sie sehr gut umgesetzt.“

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Sophia Verheijen (l.) stellt Zuzanna Quinkenstein.

Kommende Woche steht das nächste Top-Spiel für Stern auf dem Programm. Dann geht es nach Pankow. An Selbstbewusstsein dürfte es den Steglitzerinnen nach dieser Partie dabei nicht mangeln.


Fotos: Matthias Vogel