BSV Grün-Weiß Neukölln hat das Nachholspiel zuhause gegen die U20 des FC Viktoria 1889 Berlin mit 1:3 (1:1) verloren. Nach einer konzentrierten ersten Halbzeit und dem Ausgleich kurz vor der Pause setzte sich die junge Viktoria-Mannschaft im zweiten Durchgang mit mehr Zielstrebigkeit durch.
Neukölln musste personell improvisieren. Mit Romina Schmalbein und Laura Lück fehlten zwei wichtige Führungsspielerinnen, dennoch präsentierte sich das Team von Trainer Helge Kapheim defensiv gut organisiert. Die Gastgeberinnen standen kompakt, ließen lange wenig zu und machten Viktoria das Leben schwer.


Kurz vor dem Seitenwechsel gingen die Gäste dennoch in Führung. Nora Krehnke traf in der 43. Minute zum 0:1. Die Antwort folgte prompt: Nele Becker glich noch vor der Pause zum 1:1 aus. Kapheim sah den Treffer auch als Ergebnis größerer Abgeklärtheit: „Die junge Viktoria-Elf hat damit glaube ich nicht gerechnet – plötzlich stand es 1:1.“
Nach dem Wiederanpfiff blieb Neukölln zunächst stabil, musste dem hohen Defensivaufwand jedoch zunehmend Tribut zollen – die Kräfte schwanden. In der 71. Minute brachte Deborah Chmieleski Viktoria erneut in Führung. Grün-Weiß erhöhte in der Schlussphase das Risiko, fand offensiv aber kaum noch Entlastung. In der 81. Minute setzte Anastasia Buryakin mit dem 1:3 den Schlusspunkt.
Trotz der Niederlage zeigte sich Kapheim nicht unzufrieden. Seine Mannschaft habe diszipliniert verteidigt und über weite Strecken wenig zugelassen, die personellen Einschränkungen seien jedoch nicht vollständig zu kompensieren gewesen. Positiv hob er unter anderem die neu formierte Innenverteidigung hervor. „Ich gehe mit einem guten Gefühl in die Winterpause“, sagte der Trainer. „Wenn wir im Rückspiel vollständiger sind und wieder so auftreten, ist da etwas drin.“
Archivbilder: Matthias Vogel

