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Eintracht Leipzig-Süd: Einfach noch einmal so gut?

Platz sechs als Aufsteiger war eine Ansage. Jetzt wollen die Leipzigerinnen zeigen, dass das kein Ausreißer war.

Drinbleiben – um mehr ging es beim SV Eintracht Leipzig-Süd vor einem Jahr eigentlich nicht. Die erste Saison nach dem Aufstieg endete dann aber mit 37 Punkten und Platz sechs. Auch für die Leipzigerinnen selbst überraschend, haben sie doch mehr erreicht, als sie sich vorgenommen hatten. Nun beginnt das zweite Jahr in der Regionalliga Nordost. Und das wird interessant. Denn Eintracht will die starke Vorsaison bestätigen, muss dabei aber auf einige Spielerinnen verzichten, die zum erfolgreichen ersten Regionalliga-Jahr gehörten.

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Maleen Jankowski (r.) in einem frühen Testspiel gegen den SFC Stern 1900, das mit 1:4 verloren ging.

Kurz & knapp

Trainerteam: Stephan Franke und Christian Krella
Kadergröße: 24 Spielerinnen
Spielstätte: Südkampfbahn, Raschwitzer Straße 17, 04279 Leipzig
Saisonziel: Vorsaison bestätigen
Erstes Punktspiel: Sonntag, 23.8., 14 Uhr, auswärts beim 1. FC Magdeburg

Teamcheck

Elf Punkte lagen am Ende zwischen Eintracht Leipzig-Süd und Platz sieben. Für einen Aufsteiger, der mit dem Klassenerhalt als einzigem Ziel in die Saison gegangen war, konnte es kaum besser laufen. Entsprechend positiv fällt der Rückblick aus. Platz sechs und 37 Punkte hätten „alle Erwartungen weit übertroffen“, heißt es aus Leipzig.

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Emely Zill, Neuzugang vom FC Viktoria 1889 Berlin U20 klärt vor Sterns Angreiferin Lena Hegnal.

Allerdings sieht die Mannschaft in dieser Saison etwas anders aus. Larissa Schreiber, Rabea-Sophie Haarmann, Paula Melsheimer, Lotte Vetter, Nina Schuster und Kyra Leise gehen aus Studien- oder beruflichen Gründen. Johanna Breitenbach und Natalie Schupeck legen eine Pause ein, Lea Scharfenberg fehlt verletzungsbedingt. Neu dabei sind Hanna Hohmann von RB Leipzig II und Emily Zill von Viktoria Berlin II. Lisa Pfretzschner kehrt nach einer Pause zurück.

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Jennifer Weber (r.) agierte gegen Stern enorm zweikampfstark.

Kleinreden wollen Franke und Krella die eigenen Möglichkeiten deshalb nicht. Das Ziel lautet weiterhin, die Vorsaison zu bestätigen. Einfach wird das nicht. Aber die Leipziger setzen ohnehin weniger auf einzelne Namen. Gefragt, auf welche Spielerin sich die Liga besonders freuen dürfe, antwortet das Trainerteam schlicht: „Auf uns als Mannschaft.“

Perlentaucher

Das passt zu dem Fußball, den Franke und Krella sehen wollen: geschlossen, taktisch diszipliniert und mit Leidenschaft. Stephan Franke fügt noch etwas hinzu, das ihm mindestens genauso wichtig ist. Man soll seiner Mannschaft ansehen, dass sie gerne Fußball spielt. Ehrgeiz und sportlicher Anspruch gehören dazu, aber eben nicht um jeden Preis. Wenn Eintracht auf dem Platz steht, soll auch der Spaß zu sehen sein.

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Eintracht-Cheftrainer Stephan Franke. Foto: SV Eintracht Leipzig-Süd

Dass diese Mannschaft zu Franke und Krella passt, machen beide an etwas fest, das sich schwer trainieren lässt: „Die Chemie stimmt.“ Und wenn in zehn Monaten wieder Bilanz gezogen wird? Dann wäre für die Trainer viel erreicht, wenn die Mannschaft ihre sportlichen Ziele geschafft hat – und dabei weiterhin gerne zusammen Fußball gespielt hat.

Darauf kommt es an

Vielleicht steckt in der Antwort „Auf uns als Mannschaft“ mehr als in jedem einzelnen Namen. Die Eintracht hat in der vergangenen Saison gezeigt, dass dieses Kollektiv in der Regionalliga funktioniert. Nun verändert sich seine Zusammensetzung. Entscheidend wird deshalb sein, ob sich diese Geschlossenheit wieder entwickelt.

Wenn das gelingt, spricht wenig dafür, Leipzig-Süd nach der starken ersten Saison plötzlich kleiner zu machen. Platz sechs noch einmal zu erreichen, wäre trotzdem alles andere als selbstverständlich. Und vielleicht wäre genau das am Ende die nächste Überraschung.


Fotos: Matthias Vogel