Viel Bewegung im Kader, viele junge Spielerinnen: Beim FC Carl Zeiss Jena II steht die Ausbildung im Mittelpunkt.
Die U20 des FC Carl Zeiss Jena startet mit einem stark veränderten Kader in die neue Regionalliga-Saison. Trainer Christian Kucharz spricht von einer soliden vergangenen Spielzeit mit wechselhaften Leistungen. Am Ende stand Platz fünf. Positiv war für ihn vor allem die Entwicklung der Spielerinnen, Luft nach oben sieht er bei der Konstanz.

Teamcheck
Im Kader hat sich einiges getan. 14 Spielerinnen sind nicht mehr dabei. Emy Bührig zieht es nach Spanien, Saphira Höne zum Karlsruher SC, Leni Hof zu Union Berlin und Lara Leberecht zu Hansa Rostock. Julyetta Christ rückt zu den ersten Frauen auf, Lilith Unger wechselt in die dritte Mannschaft. Bei Melisa Collaku, Louise Oerke, Kerstin Breker, Sofia Calvet, Mara Koch, Milena Reinhardt, Jalysa-Jill Stechemesser und Kim Wriske ist das neue Ziel nicht bekannt.

Zwölf Spielerinnen kommen hinzu. Lilli Günther, Lea Oschmann, Lena Mamerow, Marleen Maibohm, Nelly Nagel, Tessa Gerstenhauer und Anouk Schröder stammen aus dem eigenen Nachwuchs. Emy Wilke und Mavi Forstmeier kommen aus der U17 des FC Bayern München, Lina Bretschneider aus der U17 von RB Leipzig. Neu sind außerdem Mona Salzmann vom 1. FC Schweinfurt und Franziska Kofler vom FFC Wacker München.
Ein Tabellenziel nennt Jena nicht. Die Spielerinnen sollen an Tempo, Intensität und Zweikampfführung im Frauenbereich herangeführt werden. Für eine U20 bildet die Regionalliga die Schnittstelle zwischen Nachwuchs- und Frauenfußball. Im Falle des FC Carl Zeiss Jena würde dieser Weg perspektivisch sogar direkt in den Profifußball führen. Die erste Mannschaft ist aus der Bundesliga in die Zweite Liga abgestiegen.
Eine Spielerin herauszuheben, kommt für Kucharz nicht infrage. Für ihn sind alle auf ihre Art spannend und besonders.
Perlentaucher
Spielfreude, Ballbesitz und Intensität: Mit diesen drei Begriffen beschreibt Kucharz den Fußball seiner Mannschaft. Genau daran soll Jena II auf dem Platz zu erkennen sein.

Christian Kucharz und sein Trainerteam arbeiten gerne mit jungen Talenten. Deren individuelle Entwicklung ist ihnen wichtiger als der kurzfristige Erfolg, gemessen am Tabellenplatz.
Darauf kommt es an
Spannend wird trotzdem der Blick auf die Tabelle. Jena II beendete die vergangene Saison auf Platz fünf. Und diesmal bekommt die Platzierung eine besondere Bedeutung: Vier Startplätze für die 2027/28 neu eingeführte 3. Liga Frauen entfallen auf den Nordost-Verband.
Ob Kucharz seinen jungen Kader erneut in diese Tabellenregion führen kann – und ob am Ende vielleicht sogar mehr daraus wird? Ein offizielles Ziel ist das nicht. Eine interessante Möglichkeit aber allemal.
