Mit Emma Lamprecht, Zehra Karatas und Arzum Eren wurden am vergangenen Wochenende die letzten drei Spielerinnen ausgezeichnet. Alle drei spielten in der vergangenen Saison für Vizemeister Berolina Mitte.
Damit ist die Elf komplett, die nicht von rasenperlen.de, sondern von denen gewählt wurde, die es wissen müssen: den gegnerischen Trainerinnen und Trainern der Berlin-Liga. Für Spielerinnen der eigenen Mannschaft durfte keine Stimme abgegeben werden. Die Perlen-Elf ist damit keine redaktionelle Auswahl, sondern das Urteil der sportlichen Konkurrenz.

Emma Lamprecht gehört dabei zu den vielseitigsten Spielerinnen der Liga. Eigentlich Innenverteidigerin und dort eine der stärksten ihres Fachs, wird sie von Bero-Trainer Frank Krug gerne ein Stockwerk weiter nach vorne geschickt, wenn zusätzliche Torgefahr gefragt ist. Das kommt nicht von ungefähr: Lambrecht ist gelernte Stürmerin. Robust in der Defensive, gefährlich in der Offensive – eine Allzweckwaffe.

Im Mittelfeld führt kaum ein Weg an Zehra Karatas vorbei. Ballsicherheit, Übersicht und Spielverständnis machen sie zur Schaltzentrale im Bero-Spiel. Sie gibt Struktur, bestimmt den Rhythmus und gehört zu den Spielerinnen, deren Bedeutung besonders auffällt, wenn sie fehlen. Aktuell muss Berolina verletzungsbedingt auf sie verzichten, ihre Rückkehr rückt aber näher.

Arzum Eren kam wie Karatas einst von Türkiyemspor zu Bero und bringt eine andere Qualität ins Spiel: Tempo, Unberechenbarkeit und diese besondere Straßenfußballer-Mentalität. Eren sucht Lösungen, die nicht immer vorhersehbar sind, ist technisch stark und selbst torgefährlich.

Drei Spielerinnen, drei unterschiedliche Profile – und drei wichtige Gründe dafür, warum Berolina Mitte die Saison 2025/26 als Vizemeister beendet hat. Mit Lamprecht, Karatas und Eren ist die Perlen-Elf der Saison nun vollständig. Elf Spielerinnen, gewählt von der Konkurrenz – und damit elf ganz besondere Auszeichnungen.
Fotos: Matthias Vogel
