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RB Leipzig II und 1. FC Magdeburg holen die ersten Dreier +++ Eintracht wehrt sich grandios +++ Erfurt erwischt Unions U23 kalt +++ Babelsberg luchst Jena einen Punkt ab.

RB Leipzig II erledigt die Pflicht souverän

RB Leipzig II ist mit einem 4:0 (2:0) gegen den FC Hansa Rostock standesgemäß in die neue Saison gestartet. Die Leipzigerinnen bestimmten die Partie, ließen defensiv kaum etwas zu und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Für Trainer Benjamin Eta war trotzdem nicht alles so, wie er es sich vorstellt.

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Die Gastgeberinnen hatten von Beginn an viel Ballbesitz und fanden vor allem über die Außen immer wieder den Weg nach vorne. Nach einer zunächst nicht geklärten Ecke landete der Ball über mehrere Stationen bei Nele Braunsdorf, die in der 15. Minute zum 1:0 einschob. Nur drei Minuten später war Natalie Grenz zur Stelle. Rostocks Torhüterin Anna Thiele wehrte einen Abschluss aus 16 Metern noch ab, gegen den Nachschuss war sie machtlos.

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RB-Kapitänin Nele Braunsdorf (r.) eröffnete nach einer Viertelstunde den Torreigen.

Hansa kam vor der Pause einmal gefährlich vor das Leipziger Tor, doch die RB-Keeperin Sophie Lindner bügelte den Fehler ihrer Vorderleute aus. Ansonsten hatte Eta nie das Gefühl, dass seine Mannschaft die Kontrolle verlieren könnte. Im Gegenteil: Angesichts der Leipziger Möglichkeiten hätte Rostock sich auch über einen höheren Rückstand nicht beschweren können.

Nathalie Grenz schnürt den Doppelpack

Nach der Pause wurde Leipzig allerdings weniger zwingend. Genau das störte Eta. Sein Team hatte weiterhin die Kontrolle, erspielte sich aber zu wenige klare Chancen. In der 71. Minute fiel dennoch das 3:0. Nach einem Durchbruch über links kam der Ball in den Rückraum, Grenz schloss ab. Eta glaubte, dass eine im Abseits stehende Mitspielerin den Ball noch berührt hatte und der Treffer deshalb nicht hätte zählen dürfen. Sicher war er sich wegen seiner Sicht auf die Szene allerdings nicht. Den Schlusspunkt setzte Evita Kogel in der 82. Minute mit einer direkt verwandelten Ecke.

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Leipzigs Neuzugang Jasmina Dietrich (l.) verlädt Lisa Schröder vom F. C. Hansa Rostock.

So blieb für Leipzig ein souveräner Auftakt, wenn auch keiner ohne Luft nach oben. Erstes Spiel gewonnen, zu null gespielt und das trotz einiger Ausfälle – damit konnte Eta leben. Gemessen an den eigenen Ansprüchen darf es spielerisch aber noch etwas mehr sein. Fotos: RBL U20


Erfurt legt vor und hält Union auf Abstand

Der 1. FFV Erfurt ist mit einem 3:2 (1:0) gegen die U23 des 1. FC Union Berlin in die neue Regionalliga-Saison gestartet. Die Thüringerinnen führten bereits 3:0, ehe Union die Partie mit zwei späten „Flipper-Toren“, wie Erfurts Trainer Gino Heinze sie nannte, noch einmal spannend machte.

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Flugeinlage von Erfurts Torhüterin Anne Büchner.

Erfurt erwischte den besseren Start. Nach einem Pass in die Tiefe kam Bauer-Schmidt rechts im Strafraum zum Abschluss. Unions Torhüterin Shirley Schulz wehrte zur Seite ab, Mandy Uhl war mitgelaufen und staubte in der 8. Minute zum 1:0 ab. Dass ausgerechnet seine „tiefe“ Sechserin am Fünfmeterraum auftauchte, gefiel Heinze: „Dann hat sie vieles richtig gemacht.“

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Angelina Lübcke gegen Meliah Hartmann (r.) von Union. In der vergangenen Saison spielten beide noch für Türkiyemspor Berlin.

Nach dem Wechsel ging es ganz schnell. Angelina Lübcke, Neuzugang von Türkiyemspor Berlin, kreuzte im Strafraum clever vor ihrer Gegenspielerin, nahm den Kontakt dankend an und holte den Elfmeter heraus. Kein grobes Foul, aber für Heinze ein berechtigter Pfiff. Anna Mittelsdorf verwandelte zum 2:0. Nur eine Minute später setzte sie Schulz unter Druck, der Pressschlag landete bei Uhl – und die schob aus rund 16 Metern zum 3:0 ein.

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Anna Mittelsdorf (l.) traf per Elfmeter und initiierte einen weiteren Treffer.

Danach bekam Union zunehmend mehr Kontrolle über die Partie. Sorgen machte das Heinze zunächst nicht. Die Berlinerinnen seien vor allem in Räumen spielbestimmend gewesen, „die für uns uninteressant waren“. Wirkliche Gefahr entstand daraus kaum.

Spannend wurde es trotzdem. Nach einer Ecke bekam Erfurt den Ball in der 58. Minute nicht aus dem Strafraum, Lea Mkilli stocherte ihn nach einigem Pingpong zum 3:1 über die Linie. In der 90. Minute folgte nach einer ähnlichen Szene das 3:2, offiziell als Eigentor von Uhl gewertet. Die Schlussminuten wurden hektisch, ins Schwimmen geriet Erfurt nach Heinzes Eindruck aber nicht. Die großen Chancen zum Ausgleich blieben aus.

Gino Heinze: Inzwischen mehr Coolness auf dem Platz

Vor dem Spiel hätte der FFV-Trainer nach eigener Aussage einen Punkt genommen. Während der Partie merkte er allerdings schnell, dass mehr drin war. Mannschaften wie Union, die selbst Fußball spielen wollen, liegen seinem Team. Dazu sieht Heinze mit Spielerinnen wie Lübcke und Uhl inzwischen mehr Coolness und Erfahrung auf dem Platz.

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So stehen zum Auftakt drei verdiente Punkte. Und der Blick geht bereits weiter: Am kommenden Wochenende wartet Potsdam – dort möchte Erfurt gleich nachlegen. Fotos: Sebastian Dühring


Magdeburg gewinnt wildes Sieben-Tore-Spiel

Sie lagen 0:2 zurück, drehten das Spiel innerhalb von zwölf Minuten – und fuhren am Ende doch ohne Punkte nach Hause. Der SV Eintracht Leipzig-Süd hat dem 1. FC Magdeburg zum Regionalliga-Auftakt einen wilden Nachmittag beschert. Mit 4:3 (2:0) setzte sich der FCM im Heinrich-Germer-Stadion durch.

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Schwer zu stoppen: Magdeburgs Kira Bölke (Nr. 7) …

Dabei sah es zunächst nach einer ziemlich klaren Angelegenheit aus. Magdeburg kam mit viel Tempo über die Außenbahnen, Leipzig bekam dort kaum Zugriff. Für Eintracht-Trainer Stephan Franke lag genau da das Problem der ersten Hälfte. In der 28. Minute bereitete Kira Bölke das 1:0 durch Neele Abraham vor. Sechs Minuten später war Abraham wieder zur Stelle. Carlia Angelique Diamond Johnson setzte Leipzigs Torhüterin Kristina Hauczinger unter Druck, nach einem Pressschlag fiel Abraham der Ball vor die Füße – 2:0.

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… überwinden konnte sie Eintracht-Torhüterin Kristina Hauczinger auch in dieser Szene nicht.

Die Führung zur Pause sei verdient gewesen, räumte Franke ein. Vor allem über die Entstehung des zweiten Gegentreffers ärgerte er sich allerdings. In der Kabine ging es deshalb zunächst darum, die Köpfe wieder hochzubekommen. Und Franke änderte etwas: Mit einer Fünferkette wollte er Magdeburg vor allem auf den Außenbahnen den Raum nehmen.

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Laura Birne im Duell mit Neele Abraham (l.). Die Magdeburger Torjägerin markierte zwei Treffer.

Das funktionierte. Zwar musste Hauczinger zunächst noch das mögliche 3:0 verhindern, danach kippte die Partie. Maleen Jankowski kam über links und brachte den Ball in den Strafraum, wo er an die Hand einer Magdeburgerin sprang. Laura Schubert verwandelte den Elfmeter zum 2:1 (56.).

Eintrachts Hanna Hohmann gelingt ein herrliches Tor per Heber

Und plötzlich war Leipzig da. Beim Ausgleich zahlte sich sogar ein Hinweis aus, den Franke vor dem Spiel gegeben hatte. Hanna Hohmann sollte ein Auge darauf haben, wie weit Magdeburgs Torhüterin Lesley Lergenmüller vor ihrem Tor steht. In der 62. Minute schaute Hohmann hin, sah ihre Chance – und hob den Ball sehenswert über Lergenmüller zum 2:2 ins Tor.

Damit nicht genug. Sechs Minuten später startete Donika Grajgevci auf der linken Seite in die Tiefe, zog nach innen und traf in die kurze Ecke. „Starkes Tor, Torhüterin ohne Chance“, sagte Franke. Aus einem 0:2 war innerhalb von zwölf Minuten ein 3:2 geworden.

Nur bekam Leipzig das Spiel nicht über die Zeit. Die Kräfte ließen nach, Franke fehlten zudem einige personelle Optionen. Und bei den engen Situationen fehlte aus seiner Sicht auch das nötige Quäntchen Glück. Die „50:50-Pressschläge“, wie er es nannte, landeten nun meist bei Magdeburg.

Die Neuen bei Magdeburg schlagen ein wie erhofft

Der FCM fand schließlich wieder die Räume, die Leipzig nach der Pause lange zugemacht hatte. Akane Miyoshi bereitete den Ausgleich durch Amy Cienskowski vor (72.), ehe Greta Müller in der 83. Minute mit ihrem ersten Regionalligator das 4:3 erzielte. Das Momentum war ein letztes Mal gekippt – und diesmal blieb es auf Magdeburger Seite.

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Keine Punkte also für Leipzig. Trotzdem war Franke mit dem Auftritt seiner Mannschaft hochzufrieden. Schließlich zählt er Magdeburg zu den Topfavoriten auf die Meisterschaft. „Das war auch unser Ansinnen vor dem Spiel, dass wir unsere Haut hier heute so teuer wie möglich verkaufen.“

Das ist gelungen. Nur belohnt hat sich Eintracht dafür nicht. Am kommenden Wochenende gegen Türkiyemspor Berlin soll sich das ändern. Frankes Ansage: Kopf hoch – und diesmal drei Punkte holen. Fotos: @oooarielleooo


Jena lässt Chancen liegen – Babelsberg nimmt den Punkt

Der FSV Babelsberg 74 hat sich seinen ersten Regionalliga-Punkt erkämpft. Gegen den FC Carl Zeiss Jena II holte der Aufsteiger ein 1:1 (0:0) – obwohl die Gäste nach Einschätzung von Babelsbergs Trainer Marvin Bellin über weite Strecken die stärkere Mannschaft waren.

Jena sei deutlich besser in die Partie gekommen, habe viel Ballbesitz gehabt und sich auch die ersten Möglichkeiten erspielt, berichtete Bellin. Seine Mannschaft habe rund 20 bis 25 Minuten gebraucht, um selbst längere Ballbesitzphasen zu bekommen und eigene Chancen zu entwickeln. So ging es torlos und aus Babelsberger Sicht inzwischen ausgeglichener in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Jena noch einmal den Druck. Anouk Schröder brachte die Gäste in der 67. Minute mit 1:0 in Führung. Der Treffer sei zu diesem Zeitpunkt verdient und sogar überfällig gewesen, räumte Bellin ein. Jena verpasste es anschließend jedoch, trotz weiterer Chancen das zweite Tor nachzulegen.

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Katharina Kupfers Treffer eine Viertelstunde vor Schluss rettet Aufsteiger Babelsberg einen Punkt. Foto (Archiv): Matthias Vogel

Das rächte sich in der 75. Minute. Nach einem Babelsberger Standard landete der zweite Ball bei Katharina Kupfer, die zum 1:1 traf. Danach zog sich der Aufsteiger tiefer zurück und verteidigte den Punkt gegen weiter anlaufende Gäste. Jena ließ seine Möglichkeiten liegen, während Babelsberg bei einem schnellen Umschaltmoment sogar noch die Chance auf den Führungstreffer hatte.

Am Ende überwog bei Bellin die Freude über den Punkt. Gerade mit Blick auf Jenas fünften Platz in der Vorsaison sei man mit diesem 1:1 sehr glücklich. Darauf will Babelsberg nun aufbauen – am kommenden Wochenende wartet mit Chemnitz gleich das Duell der beiden Aufsteiger.


Titelbild: @oooarielleooo