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Spiel der Woche: Drei Punkte weg – drei Punkte zurück?

Der Rückzug von Concordia kostet Grün-Weiß Neukölln drei Zähler am Grünen Tisch. Die will sich das Team von Markus Schöne am Sonntag zurückholen. Doch Borussia Pankow reist mit Rückenwind an – und einer klaren Ansage.

Manchmal verliert man drei Punkte, ohne überhaupt gespielt zu haben. Grün-Weiß Neukölln trifft genau dieses Schicksal. Nach dem Rückzug von Concordia Wittenau wird auch der Neuköllner Sieg gegen den bisherigen Ligakonkurrenten aus der Wertung genommen. Aus sieben Punkten werden vier.

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Nele Becker (Mitte) und ihre Teammates wollen auch gegen starke Konkurrenz punkten.

„Diese drei Punkte wollen wir uns natürlich zurückholen“, sagt Trainer Markus Schöne vor dem Spiel der Woche gegen Borussia Pankow, das am Sonntag um 12 Uhr auf dem Kunstrasenplatz an der Johannisthaler Chaussee angepfiffen wird.

Neukölln muss die Fehler abstellen

Ohne die Concordia-Partie stehen für Grün-Weiß ein Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage zu Buche. Gegen Friedrichshagen setzte es eine Niederlage, Askania Köpenick wurde 3:2 bezwungen, zuletzt gab es ein 1:1 beim Moabiter FSV.

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Angelina Säwe (r.) kann an einem guten Tag den Unterschied für Pankow ausmachen.

Schöne sieht dabei zwei Baustellen. „Wir haben uns in den ersten Spielen teilweise auch komische Gegentore gefangen.“ Individuelle Fehler müssten abgestellt und die Konzentration hochgehalten werden. Das zweite Thema: die Chancenverwertung.

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Hofft gegen Pankow vor allem auf konsequente Chancenverwertung: Trainer Markus Schöne.

„Wir werden unsere Chancen bekommen, da bin ich mir ganz sicher. Die müssen wir aber konsequenter nutzen“, sagt Schöne. Trotz Pankows Qualität sieht er seine Mannschaft keineswegs chancenlos: „Wenn wir einen guten Tag erwischen, ist da was drin.“

Pankow will nachlegen

Auch Borussia Pankow hatte sich den Saisonstart anders vorgestellt. Nach Unentschieden gegen Lichtenberg 47 und Hansa 07 sowie dem 1:3 bei Hertha BSC II musste die Mannschaft von Trainerin Josi Ruß bis zum vierten Spieltag auf den ersten Sieg warten.

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Pankows Übungsleiterin Josi Ruß: „Ich hoffe, wir können diesmal das Spielglück erzwingen.“

Der fiel dafür deutlich aus. Gegen Türkiyemspor U23 geriet Pankow zunächst in Rückstand, drehte die Partie aber noch vor der Pause und gewann schließlich 4:1. Nun soll in Neukölln direkt der nächste Dreier folgen.

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Angelina Dresp ist eine der jungen aufstrebenden Spielerinnen im Neuköllner Kader.

„Für uns ist Pflicht, die drei Punkte zu holen“, sagt Ruß. Trotz der bislang liegen gelassenen Punkte sei sie mit den Auftritten ihrer Mannschaft nicht grundsätzlich unzufrieden gewesen. „Da war manchmal einfach ein bisschen das Spielglück weg.“

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Auf sie kommt es an: Lena Pflanz (am Ball) leitet die Schaltzentrale der Borussinnen.

In den vergangenen beiden Wochen hat Pankow deshalb vor allem an den Dingen gearbeitet, die bislang noch fehlten: Abschlüsse, Kombinationen vor dem Tor, Zweikämpfe und schnelles Umschalten. Ruß fordert nun, „konsequent Richtung Tor“ zu spielen und die eigenen Stärken besser auszunutzen.

Respekt vor dem „anderen Neukölln“

Dabei erwartet die Pankower Trainerin keineswegs einen Selbstläufer. Ruß nimmt wahr, dass sich Grün-Weiß unter dem neuen Trainer verändert hat. „Mir ist bewusst, dass Neukölln jetzt ein anderes Neukölln ist.“

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Das Neuköllner Urgestein Laura Waibel erzielte zuletzt den Ausgleich in Moabit.

Personell kann sie allerdings nicht aus dem Vollen schöpfen. Pankow wird voraussichtlich nur zwei oder drei Wechselspielerinnen dabeihaben. Im Notfall könnte eine Nachwuchsspielerin hochgezogen werden. Große Sorgen macht Ruß sich deshalb noch nicht: „Wir sind für das Spiel gut besetzt.“ Nur eines sollte nicht passieren: „Es darf jetzt nicht noch jemand ausfallen.“

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Pankows Dauerbrennerin Lucie Ruß …

Auch Neukölln muss Ausfälle verkraften. Lisa Funke fehlt verletzt. Laura Lück ist nach ihrer Knieverletzung zwar zurück, laut Schöne aber noch nicht bei 100 Prozent und hat noch nicht wieder das volle Vertrauen ins Knie. Hinzu kommen ein bis zwei krankheitsbedingte Ausfälle.

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… und Dauerläuferin Marlene Schmitt.

Damit ist die Ausgangslage ziemlich klar: Neukölln möchte sich sportlich jene drei Punkte wiederholen, die durch Concordias Rückzug gerade aus der Tabelle verschwunden sind. Pankow will aus dem 4:1 gegen Türkiyemspor den nächsten Sieg machen.

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Emely Schlendermann, umtriebige Neuköllner Angreiferin.

Und Ruß denkt bereits einen Schritt weiter: Mit einem Erfolg in Neukölln soll es anschließend „mit einem guten Gefühl“ ins Duell mit Berolina Mitte gehen.


Fotos: Matthias Vogel