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Noch nicht am Limit

Pankow und Bero suchen noch nach ihrer besten Version – und erwarten ein offenes Spiel der Woche.

So richtig rund läuft es bei beiden noch nicht. Weder Borussia Pankow noch Berolina Mitte haben in dieser Saison konstant das auf den Platz gebracht, was in ihren Mannschaften steckt. Wenn beide am Sonntag um 13.15 Uhr im Rasenperlen-Spiel der Woche aufeinandertreffen, scheint deshalb vieles möglich.

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Gerade erst 16 geworden und immer wichtiger für die Borussia: Emma Lehberger.

Josi Ruß sieht Bero zwar in der Favoritenrolle. „Wenn wir gewinnen, ist das bestimmt schon in gewissem Maß eine Überraschung.“ Gleichzeitig hält Pankows Trainerin den Gegner für „stabil, aber nicht unschlagbar“. Berolina sei noch nicht ganz bei dem Niveau, das die Mannschaft in der vergangenen Saison gezeigt habe.

Aber auch Pankow ist noch nicht dort, wo Ruß mit ihrem Team hinwill. Die Ergebnisse seien nicht immer glücklich gewesen, die Leistungen dagegen häufig besser. Nach den vergangenen beiden Spielen sieht sie ihre Mannschaft auf einem guten Weg. Vor allem hinten soll es aber wieder stabiler werden. Die vielen Gegentore bisher kamen für Ruß durchaus überraschend.

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Quizfrage: Wo stellt Bero-Coach Frank Krug Emma Lamprecht auf? Weiterhin im Mittelfeld oder doch lieber wieder als Innenverteidigerin?

Frank Krug hält ebenfalls wenig davon, vor diesem Duell zu sehr auf die bisherigen Ergebnisse oder die Tabelle zu schauen. Auch wenn der derzeit dritte Platz, einen Punkt hinter Hertha II und Stern 1900, für sein Team sprechen würde. Der Bero-Trainer kennt Pankow schließlich bestens. Er arbeitete früher im Nachwuchs der Borussia und trainierte auch die zweite Mannschaft, ehe er zu Berolina wechselte. Eine Handvoll Spielerinnen folgte ihm von Pankow zu Bero.

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Ärgerlich: Elsa Kaczor überzeugte zuletzt mit guten Leistungen auf der Außenbahn. Gegen Bero fehlt sie Pankow verletzungsbedingt.

Auch deshalb erwartet Krug eine besonders motivierte Borussia. „Gegen treten sie für gewöhnlich noch einmal anders auf“, sagt er. Die bisherigen Duelle geben ihm recht: Meist ging es eng zu, häufig entschied nur ein Treffer. Die große Ausnahme war das 7:1 für Bero im Pokal der vergangenen Saison. Ansonsten hatten die Begegnungen nicht selten etwas Derbyhaftes.

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Absolute Leistungsträgerinnen bei Bero: Maiken Ueberschär und Kapitänin Irina Von Schorlemer.

Personell sieht es bei Pankow wieder besser aus. Lena Pflanz, Anna Zick, Selma Keune und Lucie Ruß kehren zurück. Elsa Kaczor und Marlene Schmitt fehlen dagegen. Dafür nimmt Ruß ein junges Talent aus dem Nachwuchs mit.

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Selten auffällig, aber immer zuverlässig: Sina Krüger (l.), Borussia Pankow.

Bero muss weiterhin ohne Mittelfeld-Ass Zehra Karatas auskommen, die erst nach dieser Partie zurückkehren soll. Emma Daskalov fehlt verletzt und Silvia Engels sowie Kim Nenninger haben ihr Studium fernab Berlins angetreten und stehen längerfristig nicht zur Verfügung. Arzum Eren und Yara Scheffler sind dagegen wieder fit. So wie Katarina Gordienko, die allerdings schon am vergangenen Wochenende zur Verfügung stand und die Rolle von Engels auf dem Flügel einnehmen könnte.

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Auch Beros Hedwig von Borany hat eine Pankower Vergangenheit.

Personalien hin oder her – wer am Sonntag die bessere Version von sich auf den Platz bringt, holt wohl die drei Punkte. Ruß glaubt, dass Kleinigkeiten entscheiden werden: die Tagesform, etwas Spielglück – und womöglich schon das erste Tor. Fotos: Matthias Vogel


Titelbild (Matthias Vogel): Beros Abwehrspielerin Shari Dittrich (l.) wird es wieder häufig mit Pankows Angreiferin Sarah Schrader zu tun bekommen.