Im Kleinfeld-Finale des Polytan-Pokals behalten die Kreuzbergerinnen nach einem harten Stück Arbeit mit 2:0 verdient die Oberhand.
Die 7er-Frauen des FC Viktoria 1889 haben ihre Haut gegen Türkiyemspor teuer verkauft, mussten sich am Ende aber mit 0:2 geschlagen geben. Der Landesliga-Meister trat ohne Erika Szuh und Zsanett Jakabfi an, übernahm dennoch von Beginn an die Spielkontrolle und ging in der 12. Minute folgerichtig in Führung – auch wenn der Treffer aus Sicht von Himmelblau denkbar unglücklich fiel. Angelina Lübcke setzte sich über die linke Seite durch und brachte den Ball gefährlich vor das Tor. Viktorias Nicola Käpernick wollte klären, schoss aber Ulrike Beyer an und von der trudelte der Ball ins Tor (14.).

Spielerisch war Türkiyemspor in der Folge überlegen, große Torchancen blieben allerdings auf beiden Seiten Mangelware. Viktoria III verteidigte kompakt und setzte auf Konter. Die erste gute Möglichkeit hatte Jessica Bax, deren Abschluss knapp am linken Pfosten vorbeiging. Kurz darauf versuchte sich auch Katharina Freiwald mit einem Schuss aus der Distanz, setzte den Ball aber über das Tor.



Nach der Pause änderte sich wenig am Bild: Türkiyemspor dominierte die Partie gegen den Verbandsligisten, Chancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. Und dennoch hätte die Partie kippen können. Nämlich als Marlies Sänger nach einem sehenswerten Doppelpass mit Kapitänin Nadine Heinrich durch war, aber an Türkiyemspor-Keeperin Douha Mzoughi scheiterte (35.). Auf der anderen Seite vergab Tugce Turac in der 49. Minute die mögliche Vorentscheidung, als sie Viktoria-Torhüterin Janine Görsch mit einem Heber überraschen wollte, aber eben auch den Kasten überlupfte.



Die Entscheidung fiel schließlich kurz vor Schluss. Viktoria bekam den Ball in der 57. Minute gleich zweimal nicht entscheidend geklärt, ehe Zeynep Kucak mit links abzog und rechts unten zum 2:0-Endstand einschob. Der Rest waren großer Jubel und jede Menge Siegerfotos in rot – und ein erstaunlich gefasster Verlierer: „Wir dachten, wir hätten weniger zu bestellen und sind zufrieden mit unserer Leistung“, so der Tenor aus dem Viki-Lager.
Fotos: Matthias Vogel

